Zahnfleisch & Zahnhalteapparat · Köln

Parodontologie.Den Halt Ihrer Zähne erhalten.

Blutendes Zahnfleisch, Rückgang oder lockere Zähne verdienen Aufmerksamkeit. Wir untersuchen die Ursache und planen eine Behandlung mit langfristiger Nachsorge.

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Zahnfleisch verstehen.

Vier Kapitel. Ein verständlicher Überblick. Starten Sie mit dem Thema, das Sie interessiert.

Illustration: Wie Parodontitis entsteht. KI-generiert

Einfach erklärt 1:49 min

Wie Parodontitis entsteht.

Biofilm, Zahnfleisch und Zahnhalt: Was bei einer Parodontitis im Gewebe passiert.

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Vereinfachte Illustrationen. Untersuchung, Behandlung und Nachsorge werden individuell geplant. Alle Filmtexte sind unten nachlesbar.

Filmtexte und Quellen zum Nachlesen
Wie Parodontitis entsteht.

Wie Parodontitis entsteht.

Entzündung erkennen. Zahnhalt verstehen.

Halt durch feine Fasern

Zwischen Zahnwurzel und Kieferknochen liegen Haltefasern. Sie verankern den Zahn elastisch. Das Zahnfleisch schließt den Zahnhalteapparat nach außen ab.

  • Zahnkrone
  • Zahnwurzel
  • Kieferknochen

Beläge am Zahnfleischrand

Auf den Zähnen bildet sich ein bakterieller Biofilm. Bleibt er bestehen, kann das Zahnfleisch entzündet reagieren. Regelmäßige Reinigung begrenzt seine Ansammlung.

Entzündet – noch ohne Knochenabbau

Rötung, Schwellung oder Blutung können auf eine Zahnfleischentzündung hinweisen. Wird der auslösende Biofilm entfernt, kann sie abheilen. Der Zahnhalteapparat ist dabei noch nicht abgebaut.

Wenn der Zahnhalt angegriffen wird

Bei anfälligen Menschen kann eine anhaltende Entzündung Haltefasern und Knochen abbauen. Zahnfleischtaschen können tiefer werden. Nicht jede Gingivitis entwickelt sich zur Parodontitis.

Zähne können Halt verlieren

Bei fortschreitender Parodontitis können Zahnfleisch und Knochen zurückgehen. Zähne können empfindlich oder locker werden; auch Zahnverlust ist möglich. Frühzeitige Abklärung ist deshalb wichtig.

Veränderungen abklären lassen

Diese Zeichen können unterschiedliche Ursachen haben. Eine zahnärztliche Untersuchung schafft Klarheit.

  • Zahnfleischbluten
  • Rötung oder Schwellung
  • Anhaltender Mundgeruch
  • Zurückgehendes Zahnfleisch
  • Empfindliche Zahnhälse
  • Lockere oder wandernde Zähne

Kontrolle statt Abwarten

Parodontitis kann lange unbemerkt bleiben. Fehlende Schmerzen bedeuten deshalb nicht automatisch gesundes Zahnfleisch. Bei der Kontrolle lässt sich prüfen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.

Zahnfleisch untersuchen lassen

Ein persönlicher Termin hilft, Veränderungen einzuordnen und die nächsten Schritte zu besprechen.

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Was Parodontitis begünstigt.

Was Parodontitis begünstigt.

Biofilm, persönliche Risiken und beeinflussbare Faktoren.

Mehrere Faktoren zählen

Bakterieller Biofilm spielt eine zentrale Rolle. Ob eine Parodontitis entsteht und wie sie verläuft, hängt auch von der individuellen Entzündungsreaktion und weiteren Einflüssen ab.

Ein beeinflussbares Risiko

Rauchen erhöht das Parodontitisrisiko und kann die Heilung erschweren. Zahnfleischbluten kann weniger auffallen, obwohl eine Erkrankung besteht. Unterstützung beim Rauchstopp kann hilfreich sein.

Mund und Blutzucker

Ein schlecht eingestellter Diabetes begünstigt Parodontitis. Umgekehrt kann eine Parodontitis die Blutzuckerkontrolle erschweren. Deshalb sollten ärztliche und zahnärztliche Betreuung zusammenwirken.

Auch zwischen den Zähnen

Die Zahnbürste erreicht Zahnzwischenräume nur begrenzt. Passende Zwischenraumbürsten, bei engen Stellen Zahnseide, ergänzen die tägliche Pflege. Anwendung und Größe lassen sich in der Praxis besprechen.

Pflege braucht Raum im Alltag

Belastung kann die tägliche Mundpflege erschweren. Stress wird zudem mit Parodontitis in Verbindung gebracht. Entlastung und verlässliche Pflegeroutinen können die Mundgesundheit unterstützen.

Anfälligkeit ist verschieden

Erbliche Faktoren können die Anfälligkeit beeinflussen. Eine familiäre Häufung bedeutet jedoch nicht, zwangsläufig zu erkranken. Sie ist ein Anlass, das Thema bei der Kontrolle anzusprechen.

Hormone und Medikamente

In der Schwangerschaft kann Zahnfleisch stärker auf Beläge reagieren. Manche Medikamente fördern Mundtrockenheit. Veränderungen bitte ansprechen; Medikamente nicht eigenständig absetzen.

Zusammenhänge richtig einordnen

Parodontitis steht mit Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang. Daraus folgt nicht, dass sie diese allein verursacht oder ihre Behandlung davor sicher schützt.

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Was sich beeinflussen lässt

Bei einer bestehenden Parodontitis gehört eine strukturierte Nachsorge dazu. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich nach dem persönlichen Befund.

  • Rauchstopp unterstützen lassen
  • Diabetes ärztlich betreuen lassen
  • Zwischenräume täglich reinigen
  • Kontrollen und Nachsorge wahrnehmen

Persönliche Risiken besprechen

Bringen Sie Informationen zu Erkrankungen und Medikamenten zum Termin mit. Gemeinsam lässt sich die zahnärztliche Betreuung darauf abstimmen.

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Parodontitis behandeln.

Parodontitis behandeln.

Untersuchung, Therapie und langfristige Nachsorge.

Die Erkrankung stabilisieren

Parodontitis ist chronisch. Eine systematische Behandlung soll Entzündung reduzieren und weiteres Fortschreiten begrenzen. Therapie und regelmäßige Nachsorge richten sich nach dem individuellen Befund.

  • Untersuchung
  • Vorbereitung
  • Taschenbehandlung
  • Kontrolle
  • Nachsorge

Den Befund verstehen

Zur Untersuchung gehören Taschentiefen, Blutung und der Zustand des Zahnhalteapparats. Röntgenaufnahmen ergänzen den Befund. Daraus ergeben sich Diagnose, Risikoeinschätzung und Behandlungsplanung.

Pflege und Risiken besprechen

Zuerst werden die tägliche Reinigung und beeinflussbare Risiken besprochen. Erreichbare Beläge werden entfernt. Bei Diabetes ist die Abstimmung mit der behandelnden ärztlichen Praxis wichtig.

Beläge unter dem Zahnfleisch

Mit geeigneten Instrumenten werden Biofilm und harte Ablagerungen an den Wurzeloberflächen in den Taschen entfernt. Das geschieht in der Regel unter örtlicher Betäubung.

Wie reagiert das Gewebe?

Nach der Behandlung werden Entzündung und Taschentiefen erneut beurteilt. Taschen können flacher werden. Bleiben behandlungsbedürftige Stellen, kommen weitere, gegebenenfalls chirurgische Schritte infrage.

Stabilität langfristig unterstützen

Die unterstützende Parodontitistherapie umfasst Kontrollen, Pflegeberatung und bedarfsgerechte Reinigung. Die Abstände werden individuell festgelegt. Sie soll helfen, Rückfälle und weiteres Fortschreiten zu begrenzen.

Beides gehört zusammen

Tägliche Pflege und regelmäßige Nachsorge ergänzen die Behandlung. Beides unterstützt den langfristigen Zahnerhalt. Wie sich die Erkrankung entwickelt, hängt auch vom Befund und persönlichen Risiken ab.

  • Behandlung und Nachsorge
  • Tägliche Mundpflege

Den nächsten Schritt besprechen

Welche Behandlung passt, zeigt die persönliche Untersuchung. Termine und Nachsorge werden individuell geplant.

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Was eine PZR leisten kann.

Was eine PZR leisten kann.

Professionelle Zahnreinigung – Nutzen und Grenzen.

Beläge gezielt entfernen

An schwer erreichbaren Stellen können Beläge zurückbleiben und zu Zahnstein verhärten. Eine professionelle Reinigung ergänzt die häusliche Pflege. Sie ersetzt keine notwendige Parodontitisbehandlung.

Die Reinigung vorbereiten

Vor der Reinigung wird die Situation im Mund geprüft. Anfärben kann Beläge sichtbar machen und zeigen, an welchen Stellen die tägliche Pflege Unterstützung braucht.

Zahnstein und Biofilm

Je nach Befund kommen Handinstrumente oder Schall- und Ultraschallgeräte zum Einsatz. Sie entfernen Beläge an Zahnflächen, Zahnfleischrand und zugänglichen Wurzeloberflächen.

Äußere Verfärbungen lösen

Ein geeignetes Pulver-Wasser-Strahlgerät kann Biofilm und äußere Verfärbungen entfernen, etwa durch Kaffee oder Tee. Die natürliche Zahnfarbe wird dadurch nicht gebleicht.

Glatte Zahnoberflächen

Nach der Reinigung werden Zahnoberflächen nach Bedarf poliert. Das kann die erneute Anlagerung von Belägen erschweren. Die regelmäßige Pflege zu Hause bleibt entscheidend.

Den Kariesschutz ergänzen

Fluoride unterstützen die Remineralisation und helfen, Karies vorzubeugen. Ob ein zusätzliches Gel oder ein Lack sinnvoll ist, wird passend zum persönlichen Bedarf entschieden.

Passende Hilfsmittel finden

Zweimal täglich putzen und die Zwischenräume täglich reinigen: Passende Bürsten oder Zahnseide und eine gute Anwendung ergänzen sich. Das Praxisteam kann dazu anleiten.

Der Befund bestimmt den Abstand

Ein fester Rhythmus passt nicht zu allen. Maßgeblich sind Mundgesundheit und persönliches Risiko. Nach einer Parodontitisbehandlung ist strukturierte Nachsorge wichtig – PZR allein ersetzt sie nicht.

Ein Baustein der Vorsorge

Die PZR ergänzt die tägliche Mundpflege und kann Beläge sowie äußere Verfärbungen entfernen. Welche Vorsorge, Behandlung oder Nachsorge sinnvoll ist, richtet sich nach dem Befund.

Vorsorge persönlich planen

Welche Reinigung und welche Kontrollen sinnvoll sind, lässt sich beim Termin anhand des Befunds besprechen.

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Was dahintersteckt

Eine Entzündung,
die lange unbemerkt bleiben kann

Parodontitis betrifft das Gewebe, das die Zähne im Kiefer hält. Im Zusammenspiel von bakteriellem Biofilm und körpereigener Entzündungsreaktion können Befestigungsgewebe und Knochen verloren gehen. Das kann fortschreiten, ohne zunächst deutliche Schmerzen zu verursachen.

Eine Zahnfleischentzündung, die Gingivitis, bleibt auf das Zahnfleisch begrenzt. Bei einer Parodontitis ist dagegen bereits der Zahnhalteapparat betroffen. Der umgangssprachliche Ausdruck „Parodontose“ wird häufig für Parodontitis verwendet; ob und welche Erkrankung vorliegt, zeigt die Untersuchung.

Unser Ziel ist, die Entzündung zu kontrollieren und weiteren Verlust möglichst zu verhindern. Ein einmal behandelter Zahnhalteapparat braucht anschließend dauerhaft Aufmerksamkeit.

Ihr Anliegen im Blick

Was möchten Sie genauer wissen?

Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und Nachsorge gehören zusammen. Wählen Sie Ihr Thema.

KI-Lehrmodell mit einem mittleren Frontzahn, Zahnfleisch, Zahnwurzel, vergrößert dargestelltem Haltefaserspalt und angeschnittener Knochenfläche. KI-generiert
Zahnfleisch und ZahnhalteapparatIhre Auswahl hebt den besprochenen Bereich im Modell hervor.Vereinfachte Anatomie, nicht maßstabsgerecht: Der Haltefaserspalt ist vergrößert. Die offene Schnittfläche dient der Erklärung und zeigt keinen krankheitsbedingten Gewebedefekt.

Rauchen und Zahnfleisch

Rauchen erhöht das Risiko für Parodontitis und kann die Behandlung erschweren. Eine Untersuchung zeigt, wie es um Ihr Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat steht.

Was wir bei der Untersuchung prüfen

Wenn das Zahnfleisch blutet

Zahnfleischbluten kann auf eine Entzündung hinweisen. Ob nur das Zahnfleisch oder auch der Zahnhalteapparat betroffen ist, klären wir durch eine Untersuchung. Wiederkehrendes Bluten sollte kontrolliert werden.

Was wir bei der Untersuchung prüfen

Nach einer Parodontitisbehandlung

Nach einer Parodontitisbehandlung bleiben regelmäßige Kontrollen und eine abgestimmte Nachsorge wichtig, auch ohne Beschwerden. Welche Abstände und Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrem Befund.

Mehr über die Nachsorge

Eine Orientierung für das Gespräch, keine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Ihre Auswahl wird nicht gespeichert oder übertragen.

Wie häufig ist schwere Parodontitis?

Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Altersgruppen. Anteile mit schwerer Parodontitis (Stadien III und IV):

35–44 Jahre17,5 %
65–74 Jahre52,7 %

Bevölkerungsdaten für Deutschland, Erhebung 2022–2023, Veröffentlichung 2025. Einteilung nach der Klassifikation von 2018. Diese Zahlen sind keine Berechnung Ihres persönlichen Risikos. Der restliche Anteil ist nicht gleichbedeutend mit gesundem Zahnfleisch.

Früh erkennen

Worauf wir gemeinsam achten

Veränderungen im Alltag

Wiederkehrendes Zahnfleischbluten, Schwellungen, anhaltender Mundgeruch oder zurückgehendes Zahnfleisch sind Gründe für eine Kontrolle. Auch Zähne, die lockerer werden oder ihre Position verändern, sollten untersucht werden. Diese Zeichen allein ersetzen keine Diagnose.

Ihr persönliches Risiko

Rauchen und ein unzureichend eingestellter Diabetes können den Verlauf ungünstig beeinflussen. Auch Mundpflege, Vorgeschichte und weitere gesundheitliche Faktoren spielen eine Rolle. Informieren Sie uns über Erkrankungen und Medikamente, damit die Planung dazu passt.

Messbare Befunde

Ein Screening kann einen ersten Hinweis geben. Für die genaue Einordnung messen wir unter anderem Zahnfleischtaschen und Blutung, beurteilen Zahnbeweglichkeit und beziehen erforderliche Röntgenbilder ein. So werden Ausmaß und Behandlungsbedarf nachvollziehbar.

Vorhandene Versorgungen

An schwer zu reinigenden Füllungs- oder Kronenrändern können sich Beläge halten. Wir prüfen deshalb auch bestehende Versorgungen. Ob eine Korrektur oder Erneuerung sinnvoll wäre, hängt vom konkreten Zustand ab.

Zusammen planen

Die Untersuchung
gibt die Richtung vor.

Bei SMILE meets DESIGN besprechen wir die Befunde mit Ihnen und erklären, was die einzelnen Schritte leisten können. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere und Aktivität der Erkrankung und danach, wie die Gewebe auf die ersten Maßnahmen reagieren.

Wenn Sie bereits Behandlungen oder einen Plan aus einer anderen Praxis haben, bringen Sie die Unterlagen gern mit. Sie können helfen, den bisherigen Verlauf einzuordnen.

Dr. Niusha Barahmand Pour betrachtet einen digitalen Zahnbogen am Monitor
Ein Blick auf einen digitalen Zahnbogen in unserer Praxis.

Mehrere Schritte, ein gemeinsames Ziel

Wie eine Parodontitis
behandelt wird

Eins

Pflege & Risikofaktoren

Sie lernen, welche Stellen besondere Pflege brauchen und welche Hilfsmittel passen. Zugängliche Beläge werden entfernt. Beeinflussbare Risiken wie Rauchen oder die Diabeteseinstellung werden besprochen.

Zwei

Entzündung behandeln

Beläge auf den Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischsaums werden mit geeigneten Instrumenten entfernt, in der Regel unter örtlicher Betäubung. So soll die bakterielle Belastung gesenkt werden.

Drei

Den Verlauf beurteilen

Nach einer Heilungsphase werden die Befunde erneut erhoben. Blutung und verbliebene Taschentiefen zeigen mit, ob die Behandlung ausreichend gewirkt hat.

Vier

Bei Bedarf weiterbehandeln

Bei verbleibenden tiefen Taschen könnten zusätzliche Maßnahmen oder ein chirurgischer Zugang erforderlich sein. Welche Möglichkeiten bestehen und wo sie durchgeführt werden, besprechen wir fallbezogen.

Fünf

Langfristig begleiten

Die unterstützende Parodontitistherapie verbindet Kontrollen, Pflegeanleitung und bedarfsgerechte Reinigung. Bei erneut aktiven Stellen wird die Behandlung angepasst.

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Unterstützende Parodontitistherapie

Nachsorge gehört
zur Behandlung dazu.

Parodontitis lässt sich häufig stabilisieren. Die Anfälligkeit für erneute Entzündungen bleibt jedoch bestehen. Deshalb wird eine bedarfsgerechte Nachsorge lebenslang fortgeführt — auch wenn Sie aktuell keine Beschwerden haben.

Bei der UPT kontrollieren wir Zähne und Zahnfleisch, prüfen Ihre Mundpflege und entfernen Beläge dort, wo es nötig ist. Sie unterscheidet sich damit von einer allgemeinen professionellen Zahnreinigung. Häufigkeit und Umfang richten sich nach Ihrem Befund und Risiko.

Zwischen den Terminen tragen gründliche häusliche Pflege und die vereinbarten Maßnahmen zur Stabilität bei. Wenn das Zahnfleisch wieder häufiger blutet oder sich Zähne lockerer anfühlen, melden Sie sich zur Kontrolle.

Was nach der Reinigung auffallen kann

Nach dem Rückgang einer Schwellung kann mehr von der Zahnoberfläche sichtbar werden. Zwischenräume können deutlicher erscheinen und Zahnhälse vorübergehend empfindlicher reagieren. Wir besprechen mögliche Veränderungen und passende Pflegehilfen mit Ihnen.

Bereits verlorenes Gewebe wächst durch die Reinigung allein nicht einfach vollständig nach. Ob weiterführende Verfahren sinnvoll wären, muss individuell beurteilt werden.

Kosten & Planung

Kassenleistung und
langfristiger Bedarf

Bei erfüllten Voraussetzungen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung eine systematische Parodontitisbehandlung nach der PAR-Richtlinie. Der Behandlungsplan wird vorab zur Genehmigung eingereicht. Die darin vorgesehene UPT läuft grundsätzlich über zwei Jahre; eine medizinisch erforderliche Verlängerung kann unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden.

Die medizinische Notwendigkeit langfristiger Nachsorge endet nicht automatisch mit diesem Zeitraum. Wir besprechen rechtzeitig, welche Betreuung anschließend sinnvoll ist und welche Kosten gegebenenfalls privat entstehen.

Privat vereinbarte Leistungen rechnen wir nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ab. Vor Beginn erhalten Sie eine individuelle Kosteninformation beziehungsweise einen Heil- und Kostenplan. Welche Leistungen Ihre private Versicherung oder Zusatzversicherung erstattet, klären Sie anhand des Plans vorab mit ihr.

Wissenswertes für Ihre Entscheidung

Zahnfleisch verstehen, Zahnhalt begleiten

Frühe Untersuchung und langfristige Betreuung gehören zusammen.

Bluten abklären

Zahnfleischbluten bedeutet nicht automatisch Parodontitis. Wiederkehrendes Bluten sollte dennoch untersucht werden, damit eine oberflächliche Entzündung von einer Erkrankung des Zahnhalteapparats unterschieden wird.

Nicht auf Schmerzen warten

Parodontitis kann lange wenig Beschwerden verursachen. Taschenmessungen und weitere notwendige Untersuchungen zeigen mehr über den Zahnhalt als das persönliche Schmerzempfinden allein.

Risiken offen besprechen

Rauchen und Diabetes können den Verlauf beeinflussen. Angaben zu Erkrankungen, Medikamenten und bisherigen Behandlungen helfen, die Betreuung passend zur eigenen Situation zu planen.

Therapie von PZR unterscheiden

Eine bestehende Parodontitis braucht eine gezielte Behandlung unterhalb des Zahnfleischsaums. Eine allgemeine professionelle Zahnreinigung allein kann die systematische Therapie deshalb nicht ersetzen.

Nachsorge einplanen

Auch nach einer Besserung bleibt Betreuung wichtig. Unterstützende Parodontitistherapie verbindet Kontrollen, Pflegeanleitung und Reinigung; die Abstände richten sich nach Befund und Risiko.

Häufige Fragen

Was Sie wissen möchten

Ist Zahnfleischbluten immer Parodontitis?

Nein. Es kann beispielsweise bei einer auf das Zahnfleisch begrenzten Entzündung auftreten. Wiederkehrendes Bluten sollte dennoch untersucht werden. Erst die Befunde zeigen, ob der Zahnhalteapparat betroffen ist.

Warum habe ich kaum Schmerzen?

Parodontitis kann lange mit wenig Beschwerden verlaufen. Fehlende Schmerzen sagen deshalb nichts Sicheres über den Zustand von Knochen und Zahnfleischtaschen aus.

Reicht eine professionelle Zahnreinigung?

Bei bestehender Parodontitis braucht es einen systematischen Behandlungsplan. Eine allgemeine PZR kann diese Behandlung nicht ersetzen. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Vorsorge, aktiver Therapie und UPT.

Brauche ich Antibiotika?

Nicht automatisch. Sie können in ausgewählten Situationen ergänzend erwogen werden. Die Behandlung der Beläge und die weitere Betreuung bleiben die Grundlage. Welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll wären, entscheidet sich am Befund.

Ist die Behandlung unangenehm?

Die Reinigung unterhalb des Zahnfleischsaums erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Empfindlichkeit und mögliche Beschwerden nach dem Termin besprechen wir mit Ihnen. Sagen Sie uns bitte, wenn Sie Schmerzen oder Angst haben, damit wir das Vorgehen abstimmen können.

Kann ich danach Veneers oder Implantate bekommen?

Eine stabile Zahnfleischsituation ist ein wichtiger Teil der weiteren Planung. Ob und wann eine zusätzliche Versorgung infrage kommt, hängt von Verlauf, verbleibendem Gewebe und Ihrem Risiko ab. Eine feste Wartezeit oder Eignung lässt sich vorab nicht zusagen.

Muss ich auch ohne Beschwerden zur Nachsorge?

Ja, die vereinbarten Kontrollen dienen gerade dazu, Veränderungen früh zu erkennen. Die Intervalle werden individuell festgelegt. Teilen Sie uns mit, wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, damit wir die weitere Betreuung abstimmen können.

Parodontologie in Köln

Geben wir Ihrem Zahnfleisch Aufmerksamkeit.

Wir untersuchen Ihre Situation und besprechen einen nachvollziehbaren Behandlungs- und Nachsorgeplan.

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