Den Zahn von innen behandeln.
Wurzelkanäle verstehen.
Mehr als eine harte Hülle.
Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein, auch Dentin genannt. Im Inneren befindet sich die Pulpa mit Blutgefäßen, Nerven und Bindegewebe. Sie reicht durch feine Kanäle bis in die Zahnwurzeln.
Der Befund entscheidet.
Tiefe Karies oder Verletzungen können die Pulpa schädigen. Untersuchung, Tests und gegebenenfalls Röntgenbilder helfen bei der Diagnose. Je nach Befund kommen Verfahren zum Erhalt der Pulpa oder eine Wurzelkanalbehandlung infrage.
Zugang unter kontrollierten Bedingungen.
In der Regel wird der Zahn örtlich betäubt. Ein Spanntuch, der Kofferdam, hält Speichel fern. Über eine Öffnung in der Zahnkrone werden die Eingänge der Wurzelkanäle zugänglich gemacht.
Feine Kanäle sorgfältig behandeln.
Erkranktes Gewebe wird entfernt. Feine Instrumente formen die Kanäle; geeignete Spüllösungen unterstützen die Reinigung und Desinfektion. Die Anatomie kann komplex sein. Behandlungslänge und Anzahl der Termine hängen vom Befund ab.
Innen füllen, außen schützen.
Die vorbereiteten Kanäle werden mit Wurzelfüllmaterial verschlossen. Anschließend braucht der Zahn eine geeignete dauerhafte Versorgung. Je nach verbliebener Zahnsubstanz und Belastung kann das eine Füllung, Teilkrone oder Krone sein.
Zahnerhalt braucht Kontrollen.
Ziel ist, den eigenen Zahn zu erhalten. Ein sicherer Erfolg lässt sich nicht versprechen. Beschwerden und Heilungsverlauf werden kontrolliert. Anhaltende oder zunehmende Schmerzen sowie Schwellungen sollten zeitnah zahnärztlich abgeklärt werden.
Individuell beraten lassen.
Welche Behandlung infrage kommt, lässt sich erst nach einer zahnärztlichen Untersuchung und einem persönlichen Gespräch beurteilen.
Medizinische Quellen
Redaktioneller Quellenabgleich: 2. Oktober 2026.